Ihr Besitzer wusste genau, dass Rafaela krank war, denn sie trank Unmengen Wasser, fraß viel und wurde trotzdem immer dünner. Bei der Übergabe wog sie gerade mal 14,5 Kilo. Ein Tierarztbesuch kam wegen der zu erwartenden Kosten für den Besitzer jedoch nicht in Frage. Erst als die Tierhilfe Fuerteventura e.V. sich bereit erklärte, die Untersuchung zu bezahlen, willigte er ein. Es wurde ein Diabetes schwersten Grades diagnostiziert, der lange Zeit unbehandelt bereits zu einer Beteiligung von Rafaelas Augen geführt hatte. Nun wollte der Besitzer Rafaela aber nicht herausgeben, erst wollte er noch einmal Babys von ihr haben. Erst auf massiven Druck und mit der Versicherung, dass der Hund die Trächtigkeit nicht überleben würde, übergab er letztendlich widerwillig den Hund in unsere Hände. Heute bekommt Rafaela jeden Tag Insulin, ihr Diabetes ist eingestellt und sie wiegt inzwischen 20 Kilo.
In der engen Perrera von La Oliva wurde ihr eines Nachts von einem Hund des Nachbarzwingers die Schwanzspitze abgebissen, Rica erlitt höllische Schmerzen und hatte panische Angst. Hinzu kam eine schwere Mittelohrentzündung, wodurch Rica zunehmend unfreundlicher und unzugänglicher wurde. Auch die erste Zeit mit ihr bei uns auf der Finca war äußerst schwierig. Jeder Besucher wurde forsch weggeknurrt, nicht eimal Cecilia und Kim konnten das Gehege stressfrei betreten. Viel Geduld und noch mehr Liebe waren erforderlich, um Ricas Vertrauen wieder zu gewinnen. Die Zeit heilt jedoch bekanntlich fast alle Wunden, so dass Rica heute nur noch Fremde anbellt und so die Finca sehr gut bewacht.
Aktuell sitzt Rica in Deutschland in einer Pflegestelle, weitere Informationen hier.